1945 - 1958

Der totale Zusammenbruch ist da. Nach und nach normalisiert sich der Leben unter den vorhandenen Umständen. Die Kirche ordnet sich neu. Bläser finden sich zusammen, kehren aus Gefangenschaft zurück. Die Instrumente und Noten werden aus den Verstecken hervorgeholt. Und wieder sind die Namen derer von 1926 zu finden. K. Adler, G. Lindberg, W. Stankowski, K. Schilla und Paul Kostedde sind die treibenden Kräfte. Es erscheint die zweite Generation der alten Bläser, Werner Adler, Karl-Heinz Brinkmann, Gerhard Stankowski. Dazu kommt eine ganze Reihe junger Leute, die Freude an der Musik haben. Wo die ganzen Instrumente in dieser Zeit der Not herkommen, weiß heute keiner mehr zu sagen.


In kurzer Zeit besteht ein Chor von rund 20 Bläsern. Der Nachwuchs muss sich in den Übungsstunden dem strengen Regiment des alten und neuen Dirigenten K. Schilla fügen. Es entsteht ein neuer Posaunenchor Preußen, nun zum dritten Mal. Angestrebt von dem damaligen Pastor und 1. Vorsitzenden wird ein großes Konzert als Neuvorstellung vorbereitet. Man hat unter dem Notenmaterial das im Vorwort erwähnte Choralbuch gefunden. Danach besteht der Chor 1947 45 Jahre. Ende 1947 wid in der Kirche das Konzert gegeben. Es steht unter dem Motto "45 Jahre Posaunenchor Preußen". Die Namen der Chormitglieder: Kalr Schilla, Karl-Heinz Brinkmann, Werner Adler, Günter Sonnhof, Horst Matzkat, Herbert Wetzolt, Hans Krüger, Heinz Sack, Gerhard Stankowski, Gottlieb Rasenberg, Gerhard Rutz, Rolf Grazias, Waldemar Grünke, Gustav Mrotzek, Paul Kostedde, Willi Niklowitz, Willi Stankowski, Werner Wenzlawski, Georg Lindberg, Paul Przygodda.
Das Konzert hinterlässt bei den Zuhörern einen nachhaltigen Eindruck. Alte Gemeindeglieder schwärmen noch heute (1977) davon.


Es folgt nun eine große Zeit für den Chor. Es finden laufend neue Bläser den Weg zur Übungsstunde. Man spielt im Wechsel zum gemischten Chor zu den monatlichen Totengedenken. Innerhalb der Gemeinde spielt man Ständchen zu den Geburtstagen alter Gemeindeglieder. Es ist mitunter notwendig, in 2 Gruppen zu spielen. Die meisten Wege werden zu Fuß zurückgelegt.
Verbindungen zu anderen Chören werden aufgenommen. So fährt man 1948 nach Bielefeld zum 50-jährigen Bestehen des Chores Stieghorst. 1950 übt man mit dem Chor Selm zu einem Konzert. Es findet auf Schloss Sandfort in Olfen dankbare Zuhörer.


1950, Schloss Sandfort, Olfen

Organisatorisch wird von den Vereinigten Kirchenkreisen Dortmund in DO-Aplerbeck ein Diakon als Synodalposaunenwart eingesetzt. Zu diesem Gebiet gehört auch Lünen. Der Diakon, H. Koch bildet einen großen Posaunenchor. Mit diesem Chor werden nun Verbindungen aufgenommen. Himmelfahrt wird zum Ausflugstag der Jugend. In der Regel ist Aplerbeck des Sammelpunkt des Bezirks. So treffen sich auch am Himmelfahrtstag die Posaunenchöre in Aplerbeck. Anfang der 50er Jahre ist der Posaunenchor Preußen regelmäßig dabei.
1955 wird in einer Feierstunde dem 50-jährigen Bestehen der Kirchengemeinde Preußen gedacht. Der Posaunenchor wirkt hier auch mit. 1958 wird eine Feierstunde zum 50-jährigen Bestehen der Martin-Luther-Kirche Preußen veranstaltet. Auch hier arbeitet der Posaunenchor mit.


1952, Himmelfahrt in Aplerbeck


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